Scharnhorst Residenz - Wohnheim / Pflegeheim für Behinderte / Hameln

 

Ein paar Worte vorweg:

Wir, die Scharnhorst Residenz, sind eine professionell eigenständige Einrichtung, die sich aber eingebettet weiß in die geriatrische Versorgungsstruktur des Landkreises Hameln-Pyrmont. Wir haben eine klar umrissene Grundvorstellung über unser pflegerisches Handeln, das jedoch ständig durch interne und externe Einflüsse beeinflußt wird.

Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird das Pflegekonzept in regelmäßigen Abständen den aktuellen Bedürfnissen unserer Bewohner angepaßt. Trotz aller ökonomischen Gesichtspunkte steht der Mensch im Mittelpunkt unserer Dienstleistung.

So sehen wir den Menschen:

In Anlehnung an das AEDL-Strukturmodell von Monika Krohwinkel und das Pflegeentwicklungsmodell von Hildegard Peplau orientieren wir uns in unserer Senioreneinrichtung an folgendem Wissen:
  • Das Menschenbild ist immer zeit- und kulturabhängig und darum dynamisch.
  • Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile: er ist ein unteilbares Ganzes (Geist, Seele, Körper).
  • Jeder Mensch hat seine eigene Individualität und Persönlichkeit.
  • Die menschlichen Bedürfnisse, die im Physiologischen, im Sicherheitsbestreben, im Zugehörigkeitsbedürfnis, in der Wertschätzung, in der Selbstwertung, in der Autonomie und Selbstachtung sowie in der Suche nach Sinn und Sein bestehen, sind untrennbar verzahnt. Seine persönliche Weiterentwicklung und Selbständigkeit stellen in seinem Leben eine zentrale Aufgabe dar, unabhängig davon, ob er gesund, behindert oder krank ist oder ob er stirbt.


Die Grundprinzipien unserer Pflege sind:

Der Aufbau einer Beziehung zwischen dem Bewohner und uns Pflegekräften, Ergotherapeuten und den weiteren mit der Versorgung betrauten Berufsgruppen, ist der wichtigste Grundstein des pflegerischen und therapeutischen Erfolgs. Unsere Aufgaben besteht darin, maximale Leistungsfähigkeit bei dem Bewohner zu erhalten oder zu erreichen. Somit hat er die Möglichkeit, in der Gesellschaft, die sein Wachstum und seine Reife als menschliches Wesen beeinflußt, weitgehendst selbständig agieren zu können.

Therapeutische (helfende, schonende und fördernde) Elemente sollen hier besonders das pflegerische Tun prägen.

Wir wollen dem Bewohner behilflich sein, die Gesundheit zu erhalten, seine Erkrankungen und Behinderungen akzeptieren zu können bzw. wieder gesund zu werden. Weiterhin ist es uns wichtig, Leiden zu lindern oder einen friedlichen Tod zu erlangen; wir arbeiten auf der Basis des Wissens, daß jeder Mensch Unabhängigkeit in seinem Tun sucht.

Mit pädagogischen Elementen wollen wir Gesundheit fördern. Wir sind gewillt, mit größtmöglicher fachlicher Kompetenz zu arbeiten.

Wir versuchen, in der Beziehung zwischen Bewohner und Betreuungsperson eine Partnerschaft herzustellen.


Und das sind unsere Zielvorstellungen:

  • Der Bewohner erhält eine ganzheitliche, rehabilitative Pflege. Damit wollen wir den pflegebedürftigen Menschen so weit wie möglich helfen, die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.
  • Seine Unabhängigkeit wird unterstützt, indem die Selbstpflegeaktivität des Bewohners durch Anleitungen, möglichst von einer Bezugsperson, unterstützt wird, um sein Wohlbefinden sicherzustellen.
  • Seine persönlich definierte Qualität von Leben und Wohlbefinden sowie seine Gesundheit soll erhalten bzw. gefördert werden.
  • Die mittelbare und unmittelbare Umgebung des Bewohners wird möglichst nach seinen persönlichen Wünschen und Bedürfnissen (mit)gestaltet.
  • Der Mitarbeiter verfügt über alle, für seine Arbeit notwendigen Informationen und über ein umfangreiches aktuelles Fachwissen.
  • Das Bewußtmachen der eigenen Persönlichkeit des Mitarbeiters wird gefördert; die Betreuung des Bewohners wird dadurch effektiver.
  • Die Leistungen werden unter Berücksichtigung aller wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte erbracht. Gesetze, Verordnungen und Vorschriften werden eingehalten.
  • Das Betriebsklima (vergl. auch Leitbild) schafft die Voraussetzung für unser Pflegekonzept.


Unser Werkzeug zur praktischen Umsetzung:

  • Das Arbeiten nach dem Pflegeprozeß. (Erstbesuch, Informationssammlung und Biographiearbeit, Erfassen von Problemen und Ressourcen des Bewohners, Festlegung der Pflegeziele, Planung der Pflegemaßnahmen, Durchführung der Pflege, Beurteilung der Wirkung der Pflege auf den Bewohner). Der Pflegeprozeß ist zyklischer Natur.
  • Grund- und behandlungspflegerische Pflegeleitlinien, die kontinuierlich weiterentwickelt werden und sich am Stand der Pflegeforschung und -wissenschaft orientieren.; im Vordergrund steht die aktivierende Pflege.
  • Leitlinien für die Vorgehensweise bei der Heimaufnahme und ggf. -entlassung, der Organisation des Betreuungsablaufes, der Sterbebegleitung und der Überleitung in nachversorgende Einrichtungen und im Umgang mit den Angehörigen.
  • Bewohnerorientierte Arbeitsaufteilung (Bezugspflege).
  • Durchführung von prozeß- und problembezogenen Pflegevisiten.
  • Standardisierte Durchführung der Dienstübergaben sowie Fallbesprechungen.
  • Die Einrichtung und Ausstattung der Zimmer richtet sich, wenn möglich, nach den Wünschen der Bewohner.
  • Bei Belegung von Doppelzimmern wird, soweit wie möglich, darauf geachtet, dass das Miteinander zwischen den Bewohnern als wesentlicher Aspekt in die persönlich zu gestaltende Umgebung einfließen kann.
  • Das fachliche Wissen wird kontinuierlich überprüft und durch regelmäßige interne und ggf. externe Fortbildungen vertieft.
  • Das Einbinden der Angehörigen in den Pflegeprozeß und deren Schulung gehört im vollen Umfang zu unserem Handeln.
  • Umfangreiche und regelmäßige, ergotherapeutische Aktivitäten, die sich nach den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Bewohner richten, und Tagesgestaltungen, Ausflüge, Konzerte und Feste, sind ein fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen und sozialen Angebots.


Wir wollen uns spezialisieren:

... auf Schwerstkranke ( z.B. Multiple Sklerose, chronische Atemwegserkrankungen),
... auf gerontopsychiatrische Bewohner.


Ein Wort zum Abschluss:

„Wer arbeitet macht auch Fehler!“

Trotz dieses Wissens soll sich unser ganzes Handeln nach den Prinzipien eines Null-Fehler-Ansatzes ausstrecken. Nicht befriedigende Qualität - in allen Bereichen - müssen wir umgehend beheben.

Wir unterwerfen uns daher wissentlich und willentlich regelmässigen internen und externen Überprüfungen der Qualität und daraus resultierend einem kontinuierlichen Verbesserungsprozeß.

Pflegekonzept