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25.02.2013

Mein geliebtes Amsterdam

Hamelenserin dokumentiert fotographisch ihre Liebe zu Niederlands Hauptstadt

Vernissage 2013
Häuserreihe mit typischen Giebeln
Jahrelang verbrachte die Hamelenserin Angelika Oberbeck ihre Urlaube in der Hauptstadt der Niederlande. "Amsterdam ist meine große Liebe", unterstreicht sie gerne.

Für die Scharnhorst Residenz hat sie zum ersten Mal ihre fotographischen Erinnerungen Dritten zugängig gemacht. Die Ausstellung spiegelt ihre ganz persönliche Sicht der Stadt wieder: Ecken und Straßenzüge, Höfe und Brücken und immer wieder die dort lebenden Menschen, zu denen sie sich hingezogen fühlt.

Die noch analog aufgenommenen Fotos haben diesen ganz besonderen warmen und einschmeichelnden Farbton, der den nüchternen, präzisen und gestochen scharf aufgenommenen Digitalfotos der heutigen Zeit so oft fehlt.

Vernissage 2013
Eine von vielen pitoresken Brücken
Im Jordaan, dem ursprünglichen Viertel der Stadt, wo die einfachen Arbeiter unter sich lebten, sind viele ihrer Fotos entstanden. Heute ist es ein sehr beliebtes Yoppie-Viertel, erinnert aber an jeder Ecke an die Geschichte der nordholländischen Stadt. "Der Jordaan steht für Renitenz und Respektlosigkeit, Witz und Humor," erzählt Angelika Oberbeck anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Scharnhorst Residenz am 22. Februar 2013. „Der Ruf der einstigen Arbeiter- und Sozialistenhochburg mit ihren zahlreichen Aufständen lebt noch heute fort!“ Sie kommt ins Schwärmen und erzählt über die wunderschöne Patrizierhäuser mit ihren unterschiedlichen Giebeln, Glocken-, Hals- und klassizistischen Giebeln. Wir hören durch ihre Stimme den arabischer Händler, der auf einem Markt seine Ware feil hält; wir riechen förmlich den zarten Duft der Blumen, die es auf den vielen Märkten in der Stadt gibt - und das sind nicht nur Tulpen! Und wem das noch nicht genügt, den entführen die Fotos zu Läden mit "delfts blauw", Porzellan von Weltrang, oder zum Knopenwinkel, einem Knopfladen wo wirklich nur Knöpfe in unglaublicher Vielfalt angeboten werden.

Und immer wieder hat Oberbeck die heutigen Söhne und Töchter der Stadt gesucht. Vorbei an den typischen Holländerfahrrädern, die an Bäumen ruhen, hat sie so viele Straßenmusiker, wie den irischen Musiker, der seiner Harfe wunderbare Klänge entlocken konnte, oder eine in sich versunkene Querflötenspielerin und viele, viele andere Menschen unsterblich gemacht.

Vernissage 2013
Büffet (Ausschnitt)
Am Freitag, den 22. Februar 2013 wurde die Fotoausstellung in Anwesenheit von 50 geladenen Gästen und der örtlichen Presse in einem familiär-festlichen Rahmen eröffnet.

In seiner Begrüßunsrede begrichtete Ingo Peters, der Heimleiter, unter anderem über seine persönlichen Gefühle bei der Vorbereitung der Ausstellung: "Gestatten Sie mir noch einen Gedanken, der mir auf dem Herzen liegen. Als ich anfing mich mit der Idee zu beschäftigen, analog aufgenommene Fotos auszustellen, noch dazu von einem Laien, der mit alter Kamera zu Werke gegangen ist, wie ich früher auch, war ich skeptisch. Ganz zu Anfang habe ich nur "ja" zu diesem Projekt gesagt, um Angelika Oberbeck einen Gefallen zu tun. Aber je länger ich mich mit ihren Fotos auseinandergesetzt habe (ich habe insgesamt zwischen 15 und 20 Filme von ihr in der Hand gehabt), desto mehr hat mich das Projekt fasziniert. Die Bilder sind nicht so gestochen scharf wie Digitalbilder. Sie werden vielleicht nie ihren Eingang in ein Geschichtsbuch oder in einen Reiseband finden. Aber sie haben alle den Eingang in mein Herz gefunden. Es sind alles Momentaufnahmen, Schnappschüsse,
Augenblicke, die nie mehr verloren gehen können. Wir haben gestern die Bilder aufgehängt und ich habe sie hin- und hertransportiert, bis ich eine Zusammenstellung gefunden hatte, die das auszudrücken vermag, was ich beim Betrachten für mich, ganz persönlich, gefunden habe. Ich habe gestern wieder vor den Bildern gestanden und geträumt. Ein einziges Beispiel sei mir dafür noch schnell gestattet: Suchen Sie mal nachher das Bild mit der Nummer 42. Es gehört zu meinen Lieblingsbildern. Das bin gleichsam ich selbst, gestresst nach 10 Stunden Arbeit, in einer für mich definierten Ruheoase. Still, entspannt, glücklich."

Die Ausstellung kann werktäglich von 14.00 bis 17.00 Uhr kostenlos in der Scharnhorst Residenz,  Rosa-Helfers-Straße 1, 31785 Hameln besichtigt werden. Um Voranmeldung unter 05151 / 10660-110 wird gebeten.

Vernissage 2013
Der Heimleiter und Angelika Oberbeck beim Rundgang



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Scharnhorst Residenz • Rosa-Helfers-Straße 1 • 31785 Hameln • Tel.: 05151 / 10660-0 • Fax : 05151 / 10660-150 • info@scharnhorst-residenz.de